Es ist schon einiges weiter gegangen mit den Arbeiten am Boot. Ich kann es schon kaum erwarten, ob unsere O Nass Is auch Meer-tauglich ist und verstehe nicht, warum Gerhard so lange herumtrödelt und nicht weiter macht. Meine Ungeduld steigt stetig.

Also heißt es mal österreichische Fahne hissen …

Land der Berge, Land am Strome …

Endlich gehen wir ins Hafenbüro, um unseren ERSTEN Kranpass zu holen – das ist ja alles so spannend, aufregend und neu für uns.

Mit dem Kranpass suchen wir einen der Marineros, um ihm mitzuteilen, dass wir ins Wasser möchten.

Nach gefühlten Stunden schwimmt unsere SY im Hafenbecken. Gerhard im Boot, ich noch an Land, falls Komplikationen auftreten.

Der erste Versuch den Motor zu starten schlug fehl. Der nächste auch und es folgten noch ein paar weitere. In der Zwischenzeit glaubten die Marineros, dass unser Segelboot brennt, bei einem 2-Takt Motor mit einem 1:50 Benzin/Öl-Gemisch kann das schon mal ordentlich zu rauchen und stinken beginnen. Der sonst so ruhige Gerhard war kurz davor die Nerven wegzuschmeißen. Motor startet, Motor läuft und nach wenigen Sekunden stirbt er wieder ab. Die Freude ist groß, als der Motor endlich nach ca. 30 Minuten Hickhack endlich konstant läuft.

Es ist so weit – ich gehe an Bord und wir fahren vorsichtig den Kanal entlang …

Die Talbenstraße innerhalb der Marano Lagunare bis zur Adria ist lang und breit.

Mit unserem neuen Dinghi an Bord schaut unsere Neptun richtig schiffig aus und wir freuen uns sehr, endlich in der Adria angelangt zu sein.

Die erste Ausfahrt dauerte 4 Stunden, Distanz 15,8 Nm und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 5,9 kts.

Navionics ist stets eingeschalten um uns den Weg sicher durch die Talbenstraße zu zeigen.

Zurück im Hafen sind wir mächtig stolz auf uns, die O Nass is und unseren Motor.

Gerhard war noch ein wenig angespannt aber ich bin mächtig stolz auf meinen Skipper.

 

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